| Von Chemnitz nach Ludwigsburg: Die Geschichte von Gleason-Pfauter
1900 Gründung der Wälzfräsmaschinenfabrik Hermann Pfauter in Chemnitz.
1903 Wälzfräsen werden in sechs verschiedenen Größen angeboten.
1906 Der Bau der firmeneigenen Produktionsstätte in Alt-Chemnitz wird abgeschlossen, die Produktion von Wälzfräsmaschinen beginnt in größerem Umfang.
1908 - 1914 Bedeutende Exporte, insbesondere in die USA.
1913 Die 2000ste Pfauter Wälzfräsmaschine.
1914 Robert Hermann Pfauter stirbt am 14. Oktober im Alter von 60 Jahren. Das Pfauter-Werk misst jetzt 5000 m2 und beschäftigt 300 Angestellte. Unterstützt von bewährten und vertrauten Mitarbeitern übernimmt Frau Clara Pfauter die Verwaltung der Firma.
1925 Die Hermann Pfauter Foundation wird eingerichtet, um eine Firmenpensionskasse anzulegen.
1936 Die 10 000ste Pfauter Wälzfräsmaschine.
1938 Einführung des Gleichlauffräsers.
1939 Größe des Pfauter-Werks: 17 000 m2, 800 Mitarbeiter. Bau der ersten Wälzfräsmaschine mit automatischem Materialvorschub.
1940 Die erste Messerkopfmaschine mit Motorantrieb für normale und Großserien-Wälzfräsmaschinen.
1945 Größe des Pfauter-Werks: 23 000 m2, 1200 Mitarbeiter. Über 16 000 Maschinen und mehr als 20 000 Wälzfräsen ausgeliefert. Am Ende des 2. Weltkriegs beginnt die Demontage und Hermann, der jüngste Sohn, tritt in die Firma ein.
1947 Enteignung und Ende der Demontage.
1948 Wilhelm Pfauter, der in Chemnitz geblieben war, gründet die Firma 'Werkzeugmaschinen Einsiedel'.
1949 Der Eintrag der Mutterfirma im Chemnitzer Firmenregister von 1900 wird von den Behörden gelöscht. Die Firma wird von Chemnitz nach Kornwestheim in der Nähe von Stuttgart verlegt. Zusammen mit treuen Mitarbeitern beginnen die Brüder Michael und Hermann Pfauter mit dem Neuaufbau des Unternehmens in Westdeutschland.
1951 Erster Spatenstich für das neue Werk in Ludwigsburg.
1955 Wilhelm Pfauter, der letzte Geschäftsführer der Chemnitzer Mutterfirma, kehrt aus der russischen Gefangenschaft zurück. Gründung der Clara Pfauer-Stiftung.
1960 Clara Pfauter stirbt am 3. Oktober im Alter von 85 Jahren.
1961 Die 20 000ste Pfauter Wälzfräsmaschine. Die Nachfolge der Hermann Pfauter-Stiftung wird eingerichtet, um Pensionäre, Behinderte und Familienangehörige der Firma zu versorgen.
1967 Eröffnung des Schulungs-Centers.
1968 Am 21. Juni stirbt Georg Pfauter im Alter von 64 Jahren und am 5. July stirbt Wilhelm Pfauter mit 67 Jahren.
1971 Gründung der American Pfauter Corporation (APC) in Chicago.
1972 Dr. Michael Pfauter zieht sich aus dem Vorstand zurück. Gründung des Pfauter Committee unter dem Vorsitz von Dr. Michael Pfauter.
1973 Die 24 000ste Pfauter Wälzfräsmaschine. Gründung von Engrenasa, Maquinas de Engrenagens S.A. in Sorocaba, Sao Paulo, Brasilien.
1975 Die erste Pfauter-NC-Wälzfräsmaschine als Weltneuheit auf der 1. EMO in Paris.
1976 Die 25 000ste Pfauter Wälzfräsmaschine. Gründung von Pfauter France in Paris. Lizenzvereinbarung mit Renault-Tochterfirma Acma Machine.
1979 Vorstellung ersten frei programmierbaren Pfauter-Wälzfräsmaschinen auf der dritten EMO in Mailand.
1983 Lieferung der ersten Pfauter-CNC-Wälzfräsmaschine PE 150.
1985 Lizenzvereinbarung mit der Firma Kapp, Coburg zur Entwicklung von CNC-Profilschleifmaschinen.
1987 Die 500ste vollintegrierte Pfauter-NC-Wälzfräsmaschine, gleichzeitig die 300ste PE 150. Übernahme der Barber-Colman-Werkzeugfertigung.
1992 Übernahme der ZF-Demm-Werkzeugaktivitäten in Porretta Terme, Bologna.
1995 Vorstellung der P 100 Trocken-Wälzfräsmaschine auf der EMO in Mailand. Übernahme des Bereiches Verzahnungssysteme von Mikron im schweizerischen Biel, einschließlich der Aktivitäten in Bologna.
1997 Übertragung aller Partneranteile von der Familie Pfauter an Gleason Corporation in Rochester, New York.
1999 Etwa 50% des Umsatzes in Ludwigsburg kommen von den Profilschleifmaschinen.
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